Die unterschiedliche Ausdehnung der ersten Hälfte von Takt 1 und 3 gründet wohl in der unterschiedlichen Bewegung im Bass; im 1. Takt stehen im Bass zwei Viertel, während es im 3. Takt eine Halbe ist. MuseScore versucht offensichtlich, der Proportionalität innerhalb eines Taktes Rechnung zu tragen - leider tut es das nicht für das ganze Stück. Wie im Notenbeispiel des Eingangspostings ersichtlich ist, wird den verbalkten Achteln in Takt 1 mehr Raum zugestanden als dem Viertelabstieg im Bass von Takt 4. Ich denke das ist der Hauptgrund für das unausgewogene Notenbild.
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Zitat von Klaus im Beitrag #16Wie im Notenbeispiel des Eingangspostings ersichtlich ist, wird den verbalkten Achteln in Takt 1 mehr Raum zugestanden als dem Viertelabstieg im Bass von Takt 4.Ich denke das ist der Hauptgrund für das unausgewogene Notenbild.
Dieser Unterschied ist m. E. eindeutig auf die Lyrics zurückzuführen, ohne Lyrics ist das nämlich nicht so.
Ich habe deshalb die ganze Passage ohne Lyrics sowohl in Musescore als auch in PriMus (stellvertretend für andere Notensatzprogramme) gesetzt und die beiden Bilder unten angefügt. Ich sehe da, zusätzlich zum oben bereits Geschriebenen, dass Musescore wohl nur/überwiegend innerhalb eines Taktes ausgleicht, PriMus dagegen über die gesamte Notenzeile. Man kann das vor allem an folgenden Einzelheiten festmachen: - Abstand der Achtel in Takt 1 und 5 (Musescore in den beiden Takten unterschiedlich, PriMus gleich) - Abstand aller Viertel, wenn in anderen Stimmen nur gleiche oder größere Notenwerte vorhanden sind (in Musescore praktisch in jedem Takt anders, bei PriMus weitestgehend gleich)
acco-boy
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Gruß Günter
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Danke für die beiden Vergleichsbilder. PriMus hat beim Platzmanagement eindeutig die Nase vorn. Allerdings sollten sich die Lyrics - zumal in diesem Fall, wo es keine extrabreiten Silben gibt - nicht so gravierend auswirken dürfen. Ich gebe zu, dass das initiale "Komm" ein wenig breit ist. Verrückt aber, dass es die Noten anscheinend weniger auseinander treibt als das "Ist" in Takt 5...
Sowohl bei PriMus als auch bei Sibelius sieht das Notenbild auch mit Lyrics recht homogen aus.
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Zitat von Klaus im Beitrag #18Verrückt aber, dass es die Noten anscheinend weniger auseinander treibt als das "Ist" in Takt 5...
Ich glaube nicht, dass es das "Ist" ist, vielmehr scheint das "mein" verantwortlich zu sein. Zumindest vergrößert sich dadurch der Abstand zwischen der punktierten Viertel und dem Achtel mehr als durch das "Ist" (habe ich gerade nochmals getestet).
Gruß Günter
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Danke auch für diese Beobachtung. Eine andere Abhilfe gegen dieses lästige Probleme als taktweise mit der Stauchung/Dehnung zu arbeiten, existiert (derzeit?) wohl nicht?
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Folgende Möglichkeiten sehe ich (in dieser Reihenfolge wohl sinnvoll): - Formatierung: Stil/Liedtext ... auf möglichst geringen Abstand einstellen - Formatierung: Dehnung/Stauchung (von markierten Takten) - Feinarbeit: Note(n) markieren und im Inspekteur den Versatz bei "Akkord" in X-Richtung ändern
Auf jeden Fall zusätzliche Arbeit.
Gruß Günter
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Für mich sieht es aus, als ob Musescore pro Takt eine Dehnung berechnet, die für das breiteste Lyricselement Platz läßt. Die Dehnung weitet aber den gesamten Takt, nicht nur die problematischen Teile. Dadurch sind die Notenabstände im Takt selbst harmonisch, trotz der Restriktionen durch die Lyrics. Andere Takte in derselben Zeile ohne Lyricssperrungen werden dann aber gnadenlos zusammengestaucht. In sich stimmig, aber im Verhältnis zu Nachbartakten äußerst unschön.
Das Auge gleitet durch die Noten der gesamten Zeile und möchte keine Dehnungssprünge von Takt zu Takt, denke ich. Daher ist das (vermutete) Vorgehen von Musescore nicht optimal. PriMus verteilt den Platz über die gesamte Zeile und sperrt die Noten nur dort, wo die Silben es erzwingen. Das führt meines Erachtens zu einer angenehmeren Verteilung.
Zustimmung ... das habe ich in meinem Beitrag #17 auch vermutet (Ausgleich auf Takt beschränkt).
Allerdings braucht es dafür keine Lyrics, was man ganz einfach überprüfen kann: - vier Takte mit jeweils 4 Viertelnoten setzen (wegen des optischen Ausgleichs aber alle mit derselben Halsrichtung) - in zwei Takten Versetzungszeichen hinzufügen (1. ein Kreuz, 2. ein b und ein Auflösungszeichen)
Die dann gemessenen Notenabstände sind zwar innerhalb der jeweiligen Takte gleich, aber in der Notenzeile gibt es drei unterschiedliche Abstände (Takte ohne / Takt mit einem / Takt mit zwei Versetzungszeichen).
Gruß Günter
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Ich denke, das sind wertvolle Beobachtungen - zugleich Hinweise, was bei künftigen Versionen optimiert werden kann. Mal sehen, ob unsere/eure Stimmen gehört werden.
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Zitat von Christof Schardt im Beitrag #23Für mich sieht es aus, als ob Musescore pro Takt eine Dehnung berechnet, die für das breiteste Lyricselement Platz läßt. Die Dehnung weitet aber den gesamten Takt, nicht nur die problematischen Teile. Dadurch sind die Notenabstände im Takt selbst harmonisch, trotz der Restriktionen durch die Lyrics.
Per se ist das ja durchaus, was man will, aber…
Zitat von Christof Schardt im Beitrag #23Andere Takte in derselben Zeile ohne Lyricssperrungen werden dann aber gnadenlos zusammengestaucht. In sich stimmig, aber im Verhältnis zu Nachbartakten äußerst unschön.
… das ist halt unschön. Aber ich kann damit leben, an solchen Stellen die Nachbartakte manuell ein wenig zu dehnen. Eine Dehnung nur eines Teils eines Taktes durch die Software hingegen würde ich nicht akzeptieren, das macht die Musik unlesbarer.
Aber im gegebenen Beispiel würde ich halt eh’ eher die Stimmen auseinanderziehen und den Text drunter… oft hilft auch das schon.
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Das ist ja das Schöne: man kann (fast) alles manuell nacharbeiten (in eigentlich allen Notensatzprogrammen).
Wenn aber ein Fehler häufiger auftritt (und bei Lyrics ist das zu befürchten), dann macht das ganz schön (unnötige) Arbeit, die ich mir gerne erspare ... und das geht nur, wenn das Programm es gleich richtig macht.
Letztlich ist es aber auch die Frage, welchen Grad an Perfektion der Notensatz erreichen soll. Ob das mit "ein wenig Dehnen hier" und "etwas Auseinanderziehen da" geht ... das muss jeder selbst entscheiden.
Gruß Günter
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