Zitat von Burkhard im Beitrag #15in einem externen Editor,
Ja, das ist der übliche Notbehelf, nur, das müsste man ja dann standardmäßig so machen, weil es hinterher .....
Zitat von Burkhard im Beitrag #15Dateityp in einen zulässigen umändern UND die richtige Endung im Beitrag angeben.
Stimmt, da hatte ich nicht daran gedacht. Werde ich machen.
Hier zwei *.mscz Dateien.
Einmal mit segno, einmal mit Wiederholung. Im Segnobeispiel wird die erste Volta auch beim zweiten mal gespielt (aber vielleicht läßt sich musiktechnisch ein D.S. Segno gar nicht mit einer Volta kombinieren (wie ich es hier in einen Stevie Wonder Songbook vorgefunden habe))? Das beispiel mit der Wiederholung spielt fast alles richtig ab ... bis auf die letzte Note (in der zweiten Volta). Die bleibt stumm (vermutlich weil ihr Haltewert wegen des Halteankers der Vornote zugerechnet wird und beim zweiten Durchlauf die Note mangels Vornote gar nicht begonnen wird.
Um das zu ändern müßten Wiederhohlungszeichen (so wie in linux Links auf dateien) links auf Noten darstellen mit der Möglichkeit den Haltebogen daran zu verankern. Dann wäre man nicht gezwungen den Haltebogen an falsche nachfolgende Noten wie hier oder an stumme Noten oder sonstige Krücken zu binden und der Käs wäre gegessen ...
michaa77
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Die Kombination von Voltaklammern mit D.S. ist in der Tat "sehr ungewöhnlich".
Das Problem "Aussehen + richtiges Abspielen" habe ich mir mal aus reiner Neugier in meinem Leib- und Magen-Programm (PriMus ... und ja, ich weiß, dass das hier eigentlich nicht hingehört) angeschaut und bin nun der Überzeugung: selbst das bekomme ich hin und zwar mit relativ wenig Aufwand.
Da du das vermutlich nicht abspielen kannst, hänge ich mal ein (rohes) Bild an und beschreibe dir das Vorgehen: 1. zunächst alles so eingeben wie in deinen Beispielen (ich habe das mit den Wiederholungszeichen gewählt) 2. den ersten Takt und den Takt unter der ersten Klammer vor der letzten Note getrennt mit einem unsichtbaren Taktstrich) 3. Abspielsprung definiert: vom Wiederholungszeichen in der Klammer zurück auf Takt "2" (das ist der, der im Beispiel die Ziffer 1 trägt)
Darstellung und Abspielen sind jetzt richtig. Was fehlt, ist noch die Anpassung der Taktzahlen sowie eine kleine Verschiebung bei den dem unsichtbaren Taktstrich folgenden Noten (auf den gleichen Abstand aller anderen Viertel)
acco-boy
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haltebogen_volta_primus.j
haltebogen_volta_primus.j
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Vielleicht sorge ich für diesen Post für noch mehr Unmut... Ich schreibe es trotzdem.
Notensatz und Musik sind zwei verschiedene Dinge. Sie hängen zwar zusammen, aber mehr so wie ein Theatertext und das, was der Zuschauer auf der Bühne zu sehen bekommt. Der Notentext ist eine Ausführungsvorschrift und kein direktes Abbild der Musik. Mittlerweile hat man sich zwar darauf geeinigt, wie Notentext in Musik umzusetzen ist. Zusätzlich ist die Notation immer genauer und eindeutiger geworden, so dass viele Interpreten und auch ein künstliche (programmierte) Interpreten ähnliche Ergebnisse produzieren. Es bleibt aber eine zu interpretierende Vorschrift.
Diese Vorschrift soll also möglichst eindeutig sein, gleichzeitig aber auch ökonomisch. Sie soll möglichst wenig Papier benötigen und in möglichst wenig Zeit zu erstellen sein. Diese Bedingungen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Papier ist deutlich günstiger geworden und der maschinelle Notensatz kann viele vormals zeitraubende Tätigkeiten auf wenige Sekunden reduzieren. Abgesehen von gewissen Anwendungen (Marschbücher, Liederhefte, ...) ist man heute nicht mehr dazu gezwungen, dem Interpreten ein kryptisches Labyrinth aus Wiederholungszeichen, Voltenklammern, Segni, Codae und Ossiae zuzumuten. Man kann diese Sachen großzügig ausschreiben. Dann benötigt die Notation vielleicht den doppelten Platz, kann aber bequem gelesen werden und der Interpret kann sich auf seine Hauptaufgabe (Musizieren) konzentrieren und muss keine Energie mehr ins Lesen investieren.
Mich wunder immer, dass krampfhaft versucht wird, den ursprünglichen Notensatz oder gar die Handschrift exakt zu reproduzieren. Warum? Geht es um einen kritisch edierten Urtext, der für Forschungszwecke bestimmt ist oder soll die Komposition möglichst gut lesbar zu einer entspannten Aufführung gebracht werden?
Auch der Komponist hat nicht immer Recht. Viele Notationen sind aus Bequemlichkeit, Unwissenheit oder Zeitdruck entstanden. Es ist auch nicht Aufgabe des Komponisten, einen guten Notensatz hervorzubringen. (So wie ein Schriftsteller kein Schriftsetzer sein muss.) Der Notensetzer muss die Brücke zwischen Komponisten und Interpreten bauen, muss also an beide denken.
Viele Grüße
Henning
Dr. T's Copyist (1991), capella (1992 bis 2000) Sibelius (aktuelle Version, seit 2000), MuseScore 4 (gelegentlich), Windows 10 (64 bit)
Zitat von Henning im Beitrag #18Man kann diese Sachen großzügig ausschreiben.
Da gebe ich dir Recht.
Zitat von Henning im Beitrag #18doppelten Platz, kann aber bequem gelesen werden
Da gebe ich dir nicht unbedingt recht, hängt aber eh' vom Fall ab und ist Geschackssache.
Zitat von Henning im Beitrag #18Mich wunder immer, dass krampfhaft versucht wird, den ursprünglichen Notensatz oder gar die Handschrift exakt zu reproduzieren.
Darum geht es mir überhaupt nicht.
Schon das Markieren (ggf. über viel Tacke oder Seiten) und Kopieren (über Seiten) inkl. einer schlechteren Übersicht (!) geht mir auf den Zeiger. Eine kompakte Darstellung hat durchaus ihre Vorteile und Berechtigung. Das Ausschreiben hat sicher auch gelegentlich seine Berechtigung, als "Lösung" weil sonst ein Ton nicht gespielt wird sehe ich es jedoch nicht.
Ok... Dann mal rein pragmatisch: Ist es möglich, den Takt zu teilen? Dass also die mit Haltebogen verbundenen Noten zusammenbleiben können und das Wiederholungszeichen mitten im Takt steht? Haltebogen.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Dr. T's Copyist (1991), capella (1992 bis 2000) Sibelius (aktuelle Version, seit 2000), MuseScore 4 (gelegentlich), Windows 10 (64 bit)
Zuerst eine Korrektur zu meinem Beitrag #17 (den Beitrag kann ich leider nicht mehr bearbeiten): der Abspielsprung geht nicht vom Wiederholungszeichen in der Klammer, sondern vom unsichtbaren Taktstrich davor aus. Also quasi vom zweiten unsichtbarem Taktstrich zum ersten unsichtbarem Takstrich. Bild passt und Abspielen auch.
Zitat von Henning im Beitrag #20Dass also die mit Haltebogen verbundenen Noten zusammenbleiben können und das Wiederholungszeichen mitten im Takt steht
Das ist ebenfalls eine praktikable Lösung (und Abspielen sollte auch passen).
Im Übrigen gebe ich dir vollkommen Recht und ergänze: es muss nicht alles auch gleich richtig klingen (auch wenn das vielleicht Vorteile bei der Fehlererkennung mit sich bringt). Da der Musiker ja sowieso "aus den Noten erst mal Musik machen muss" sind zwei Dinge wichtig: Eindeutigkeit und Einfachheit.
Gruß Günter
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Zitat von Henning im Beitrag #20Ok... Dann mal rein pragmatisch: Ist es möglich, den Takt zu teilen? Dass also die mit Haltebogen verbundenen Noten zusammenbleiben können und das Wiederholungszeichen mitten im Takt steht?
Ja, das ginge und das habe ich mir auch schon überlegt. Und wenn es mir unbedingt um stimmiges Abspielen ginge würde ich das auch so machen, mit Bauchweh (weil ich formale Stimmigkeit für wichtig halte).
Es geht mir aber nicht (vorwiegend) um das Abspielen. So lebe ich lieber mit der stummen Note wie in meinen Beispiel mit dem Wiederholungszeichen und habe einen formal stimmigen Satz.
Ist es denn so, dass der Takt mit der Voltenklammer der letzte Takt der Form ist, so dass das Wiederholungszeichen einen neuen Abschnitt markiert? Um welches Stück geht es eigentlich. Vielleicht bietet sich noch eine komplett andere Lösung an...
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Zitat von Henning im Beitrag #23Ist es denn so, dass der Takt mit der Voltenklammer der letzte Takt der Form ist, so dass das Wiederholungszeichen einen neuen Abschnitt markiert?
Ja. (Genaugenommen steht am Ende der Volta ein fließend angebundener Auftakt, sonst machte die gehaltene Note ja auch keinen Sinn). Es gibt aber kein Wiederholzeichen, sondern ein D.S. + Segno (siehe weiter unten). An der besagten Stelle ist es einfach der Anlauf zur ersten Wiederholung.
Zitat von Henning im Beitrag #23Um welches Stück geht es eigentlich.
"Overjoyed", von Stevie Wonder (c).
Ich schreibe das zum Eigengebrauch ab. Zunächst wie im Orginal (Vielleicht verläuft das aber auch irgendwann im Sande?).
Zitat von Henning im Beitrag #23Vielleicht bietet sich noch eine komplett andere Lösung an...
So wie ich die angebotenen Lösungen und die offensichtliche Programmlogik verstanden habe glaube ich nicht dass es derzeit eine mich zufriedenstellende Lösung gibt (die Notwendigkeit formaler Stimmigkeit ist für mich ausser Diskussion). Die Lösung mit der Wiederholung und der nicht gespielten Note (Beispiel "whd") hatte ich bereits akzeptiert, doch nun bemerkt, dass es wohl mit D.S. und Segno geregelt werden muß: Der Anfang wird dreimal durchlaufen mit drei unterschiedlich langen Fortführungen und Enden inklusive einem abschließenden Sprung zur Coda (Wenn man das ausschreibt wird aus dem 6 Seiten Stück ein 15 Seiten Stück). Allerdings wird diese Variante in meinen Beispiel falsch wiedergegeben (oder ich verstehe die D.S. + Segno Funktion falsch). Da müßte ich herausfinden ob das ein Bug ist? Siehe Beispiel.
Zitat von michaa77 im Beitrag #13Bevor ich hier jetzt lange herummache, ich hatte V3.x vor längerer Zeit schonmal installiert (Debian/sid + musescore-snapshotv3.?) mit der es aber noch einige Probleme gab. Deshalb hab ich die V3 wieder runtergeschmissen und mich mit v2.3.2 begnügt. Kann ich V3 nun als hinlänglich stabil ansehen?
Du kannst in sid musescore3 installieren, das ist zwar eine 3.2.3, keine 3.3/3.4/3.5 aber mit massiv Bugfix-Backports versehen, und die ist die erste 3.x, die ich als hinreichend stabil erachte. Das Paket musescore wird weiterhin 2.3.2 ausliefern; ich habe das gerade „wiederbelebt“ (und mit Bugfixes versorgt, die ich für mich selbst eh’ weitergepflegt hatte), da evident ist, daß man MuseScore 2, 3 und 4 parallel installieren nicht nur kann sondern sogar muß wegen der unterschiedlichen Layout-Engines (eine kleine Änderung an einem 2.x-Score kannst Du mit 3.x vergessen, der ganze Satz muß da relayoutet werden)… zumindest so lange wie es geht. Daß Du sid verwendest hilft dir da, ich habe noch etwas in NEW hängen, bevor ich den Backport aktualisieren darf…
… um die 3.5 muß ich mich auch mal kümmern, aber schwimme auch in Arbeit.
Mu͒seScore 2.3.2 & 3.2.3 @ Debian • Kontributionen zu Free Sheet Music • ITler, der es wagt, zu singen & Blockflöte
Kein Beitrag mehr zur technischen Umsetzung, aber: nachdem du den Titel ("Overjoyed" von Stevie Wonder) genannt hattest, hat mich die Neugier gepackt und ich habe mir verschiedene Fassungen davon im Netz angeschaut, und zwar sowohl "Originalfassungen" (meine ich zumindest) als auch vereinfachte. Danach ist für mich einiges klarer.
Zitat von michaa77 im Beitrag #24Ja. (Genaugenommen steht am Ende der Volta ein fließend angebundener Auftakt, sonst machte die gehaltene Note ja auch keinen Sinn). Es gibt aber kein Wiederholzeichen, sondern ein D.S. + Segno (siehe weiter unten). An der besagten Stelle ist es einfach der Anlauf zur ersten Wiederholung.
Im Original (Text "Over time ...") ist das eine vor einer Halben Note angebundene Sechzehntel, also eine Synkope / Offbeat. Ähnliches findet man auch im weiteren Verlauf mehrfach. Die vereinfachten Fassungen beginnen dagegen immer genau auf der "Eins" (bzw. auf dem Schlag).
Gruß Günter
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Dann nochnmals ein Versuch (zum Nachvollziehen), denn "ganz eindeutig" ist die Sache nicht. Ich habe insgesamt 8 Takte eingegeben, davon die Takte 5 und 6 als Wiederholung, im siebten ein "D.S. al Coda", im dritten das dazugehörige Segno, im vierten ein "To Coda" und der achte Takt ist das Coda. Dann die Tags im Inspekteur angepasst und auch "Wiederholungen wiedergeben" ausgeschaltet. Dann passt es.
Das Verwirrende: "Coda" ist nicht gleich "To Coda". Gibt man nur ein einfaches "Coda"-Zeichen ein, dann wird, obwohl die Sprungmarken stimmen, immer noch ein Takt nach diesem Zeichen abgespielt und erst dann gesprungen.
Gruß Günter
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Weitere Tests, weitere Erkenntnisse ... und deshalb noch eine Ergänzung (in allgemeiner Form):
- die Sprungmarken werden immer einem Takt zugewiesen (unabhängig davon, wo das Zeichen dann automatisch positioniert wird) - dieser Takt wird auch immer abgespielt (ebenfalls unabhängig von der Zeichen-Position)
Bei Zeichen, die am Taktende positioniert werden, ist das verständlich, beim Codakopf, der zunächst am Taktanfang gesetzt wird, eher unverständlich. Das kommt wohl daher, dass dieser Kopf normalerweise sowohl als Sprungmarke als auch zu Beginn eines Coda-Abschnitts benutzt wird und man sich programmtechnisch bei der Positionierung für eines entscheiden musste. Bei allen anderen kommt der Text immer ans Taktende ... und dann passt es.
Also: Wenn mittels Codakopf an einem bestimmten Taktstrich gesprungen werden soll, dann muss dieser dem Takt davor (!) zugewiesen und danach an die passende Position geschoben werden.
Gruß Günter
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