Guten Tag allemal, Ich bin ein uralt-user von SPP, noch aus ATARI-zeiten. Da SPP 4.0 nicht mehr auf Windows 7 läuft, brauche ich ein neues Notenzatzprogramm. Da ich aber 300 SON Dateien hebe, muss ich entweder Score Perfect 7.0 von Scoretec, oder PRIMUS kaufen- so wie ich das verstanden habe, können SON Dateien nur von diesen beiden Programmen gelesen werden, nicht von sibelius, capella, et c.
Welches von beiden Programmen entspricht vom Interface und Denkansatz her mehr dem alten Score Perfect? Ich bin nämlich sehr faul, und will so wenig wie möglich umlernen.
Zitat von peter2105Da ich aber 300 SON Dateien hebe, muss ich entweder Score Perfect 7.0 von Scoretec, oder PRIMUS kaufen- so wie ich das verstanden habe, können SON Dateien nur von diesen beiden Programmen gelesen werden, nicht von sibelius, capella, et c.
ja, das ist so. Ich habe gerade nochmals Dateien von 2003 mit beiden geladen.
Zitat von peter2105Welches von beiden Programmen entspricht vom Interface und Denkansatz her mehr dem alten Score Perfect? Ich bin nämlich sehr faul, und will so wenig wie möglich umlernen.
da ist eine einfache Antwort schwierig: mit dem "alten" SPP haben beide Programme nicht mehr allzu viel zu tun (es ist ja auch einige Zeit vergangen). Als einzig sinnvolle Antwort auf deine Frage sehe ich nur eine, die schon an verschiedenen Stellen in diesem Forum genannt wurde: Testen !! Von beiden Programmen gibt es Demo-Versionen.
Falls dich aber ganz bestimmte Funktionalitäten interessieren, dann kannst du die gerne hier nennen. Da ich beide Progamme habe, kann ich dir diese vergleichen.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Lieber Günther Ich habe beide Programme heruntergeladen und getestet, und bin wirklich etwas ratlos. Ich kann bei beiden keine fehlenden Funktionen entdecken, und die Schwachpunkte eröffnen sich erst nach Monaten. Darum frag ich's mal anders: Welches Programm ist besser für einen der viel Jazz und Pop und für seine Schüler schreibt? Und welches Programm eignet sich deiner Meinung nach besser um ein Lehrbuch zu schreiben?
Vorab : Ich kenne "Score Perfect Professional 7.0" nur von der Webseite, sehe das also einseitig [grin] [grin]
Zitat von peter2105Welches Programm ist besser für einen der viel Jazz und Pop ...
PriMus : Ich mache viele Noten für Jazzbands, auch Pop und Chor, und habe (bis auf Kleinigkeiten) alles immer schnell und einfach hinbekommen. Kleines Jazz-Trio bis große Bigband, alles kein Problem.
Zitat von peter2105... und für seine Schüler schreibt?
PriMus : Es gibt abgestimmte Schullizenzen, bei denen die Schüler günstig abgespeckte Versionen bekommen können. Außerdem gibt es einen kostenlosen PriMus-Reader, mit dem sich alle PriMus-Dateien anhören und ausdrucken lassen (Ähnlich wie Acrobat-Reader)
Zitat von peter2105Und welches Programm eignet sich deiner Meinung nach besser um ein Lehrbuch zu schreiben?
PriMus : Mit PriMus kann man ganze Musikschulen in PriMus schreiben (Beispiel). Bei allen anderen Notensatzprogrammen muss man immer noch ein DTP oder Text-Programm zur Hilfe nehmen.
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu22.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
Zitat von peter2105Ich kann bei beiden keine fehlenden Funktionen entdecken
Das wundert mich nicht. Die üblichen Funktionen sind mittlerweile wohl in allen bekannten Notationsprogrammen enthalten.
Den Antworten von bassklampfe ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, außer dass man für die Erstellung von Lehrbüchern (DTP) unbedingt die größte Programmversion PriMus Publisher benötigt. Wenn du darauf verzichten kannst, tut es auch eine "kleinere" Version. Schau dir dazu einfach den Funktionsvergleich auf der Homepage an.
Ich selbst verwende derzeit zu 100% PriMus Publisher, SPP nur noch für gewisse Vergleiche oder wenn ich SON-Dateien ab 5.0 nach PriMus bringen muss (über XML).
Vielleicht spielt auch folgendes noch eine Rolle: wenn du die Scoretec-Homepage besucht hast, dann hast du ja auch gelesen, dass der Programmautor 2012 leider verstorben ist und sich auf der Homepage seit damals nichts mehr getan hat. Könnte beim Support eine Rolle spielen (nur eine Vermutung). Bei PriMus weiß ich, dass der Spitze ist. Und in diesem Forum findest du dazu auch Hilfe.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Liebe Leute Danke für eure Antworten- es hat sich erledigt: Scoretec reagiert seit einer Woche nicht auf meine Mails, es gibt keine funktionierende Telefonnummer, und ich sah das der letzte Eintrag auf ihrem Kundenforum 2012 war. Das ist alles äusserst merkwürdig, zumal auf der Website von Scoretec, keinerlei Hinweise zu lesen sind, dass die Firma aufghört hätte. Jedenfalls kann man da nur sagen: Finger weg und Primus kaufen.
Ja, der Entwickler von SPP ist seit Jahren verstorben. Was mir an SPP nie so recht gefiel, war der ttf-Notenfont. Der ist bei Primus deutlich schöner gelungen.
Notationsprogramme: MuseScore, Sibelius|First PC-System: Windows 11 (64 Bit)
trotzdem von mir an dieser stelle nochmal der anreiz, daß primus bei der akkordfunktion (akkordeingabemöglichkeiten und alles was mit der akkordbenennung zu tun hat) hoffentlich in 2.0 besser ist. für mich ging das bis jetzt gar nicht abseits der hauptdreiklänge;-)) ich fand das gerade für jazz immer schwierig.
Zitat von maffynfür mich ging das bis jetzt gar nicht abseits der hauptdreiklänge
Ich habe die Akkordsymbole bei PriMus bisher immer für ganz ok gehalten und tue dies immer noch. Kannst du mal ein paar Beispiele nennen, damit ich deine Sichtweise nachvollziehen kann?
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von acco-boyIch habe die Akkordsymbole bei PriMus bisher immer für ganz ok gehalten und tue dies immer noch. Kannst du mal ein paar Beispiele nennen, damit ich deine Sichtweise nachvollziehen kann?
Ich habe das gleiche "Problem" mit Primus. Gerade bei Jazz-Noten werden oft Akkordvarianten im Notenbild durch (z.B.) Klammern differenziert. Da macht es dann eben einen Unterschied, ob da Ebj7#11 oder Eb(j7#11) oder Ebj7(#11) steht. Und diese feinen Unterschiede kann man derzeit in PriMus nicht eingeben. Und Akkorde, die PriMus nicht kennt (z.B. G7add11), kann man leider gar nicht als Akkord formatiert eingeben.
Andererseite formatiert PriMus eigenmächtig um. Gebe ich G7/9 ein, wird je nach auf dem PC vorhandener Akkordtabelle G9 oder auch G7(9) angezeigt. ¹ Da habe ich mich dann auch schon mit meinen Gitarristen angelegt und hatte einen schweren Stand, das mein "ach so tolles" PriMus diese einfachen Akkordbezeichnungen nicht frisst.
Ich bin schon lange mit CS betreffs dieses Themas am Diskutieren und hoffe, das es in P2 endlich vernünftig umgesetzt wird ². Aber vielleicht werde ich da angestoßen durch dieses Thread auch nochmal aktiv
¹ Ganz grauselig wird es, wenn man PriMus Dateien von einem Rechner auf den anderen trägt und die Akkordtabellen unterschiedlich sind.
² D.h. für mich (andere bitte ergänzen)
Ich kann jede Akkordbezeichnung, die mir irgendwo unterkommt, eingeben und sie wird anständig formatiert dargestellt, ohne dass an meiner Eingabe etwas verändert wird[/*]
Akkorde werden gemäß der Bezeichnung vorgespielt oder in Noten umgewandelt.[/*]
Der umgekehrte Weg (aus Noten Akkorde erkennen) ist eher nice to have, zumal das nie eindeutig ist[/*]
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu22.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
Zitat von bassklampfeGanz grauselig wird es, wenn man PriMus Dateien von einem Rechner auf den anderen trägt und die Akkordtabellen unterschiedlich sind
in diese "Verlegenheit" bin ich bis jetzt nicht gekommen (mangels PriMus-Usern um mich herum). Und das heißt doch aber genau "selbst geänderte ChordTable" - oder werden da verschiedene Versionen ausgeliefert?
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von bassklampfeDa macht es dann eben einen Unterschied, ob da Ebj7#11 oder Eb(j7#11) oder Ebj7(#11) steht. Und diese feinen Unterschiede kann man derzeit in PriMus nicht eingeben.
Kannst Du kurz erläutern, wo genau hier der Unterschied liegt?
Ich würde alle Akkorde gleich spielen (es g b d a).
Dr. T's Copyist (1991), capella (1992 bis 2000) Sibelius (aktuelle Version, seit 2000), MuseScore 4 (gelegentlich), Windows 10 (64 bit)
Zitat von bassklampfeDa macht es dann eben einen Unterschied, ob da Ebj7#11 oder Eb(j7#11) oder Ebj7(#11) steht. Und diese feinen Unterschiede kann man derzeit in PriMus nicht eingeben.
Zitat von HenningKannst Du kurz erläutern, wo genau hier der Unterschied liegt? Ich würde alle Akkorde gleich spielen (es g b d a).
Es ist (so sagten mir einige Gitarristen) eher ein Hinweis, welche Töne gespielt werden müssen und welche gespielt werden dürfen. Ebj7#11 : Die ganze Zeit alle Töne schrammeln Ebj7(#11) : Immerzu es g b d und das a je nach Melodie mal dazutun Eb(j7#11) : Immerzu es g b. d und a nach belieben variieren.
Man kööönnte auch sagen: Die eingeklammerten Töne sind nicht so wichtig.
Aber meiner Erfahrung nach machen Gitarristen sowieso was sie wollen [grin] [grin] [grin]
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu22.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
Zitat von bassklampfeAber meiner Erfahrung nach machen Gitarristen sowieso was sie wollen [grin]
:verschwoer:
Die Grundproblematik ist die: Je nach Voicing und Bundlage KANN man reich technisch nicht immer alle notwendigen Töne eines Akkordes auf der Gitarre spielen, weil die benötigte Saite schon gegriffen ist und die entsprechende Note auf einer anderen Saite mehr als vier Bünde (=Halbtöne) entfernt liegt, also beim Greifen einiger Verkrampfung bedürfte. Entsprechend ist man als Klampfer manchmal gezwungen, bei Akkord-Einzeltönen Prioritäten zu setzen.
Darüber hinaus ist es beim Jazz-Comping (gerade in größeren Besetzungen) eher üblich, die Chords auf max. vier Saiten zu greifen, um das Arrangement bzw. den Gesamtklang der Band nicht zu dick werden zu lassen, damit also noch genug (spektraler) Raum für Klavier und Soloinstrumente ist...
So weit meine persönliche Sichtweise als Jazz-Gitarrist.
Grüße, Carsten -- PriMus Publisher 1.1 und Sibelius 7, unter Windows 8.1 x64. Klassische und E-Gitarre.
letztens: beim transponieren (fis-moll zu e-moll) macht mir primus aus fism tatsächlich fbm, also fesmoll....
für mich fehlt derzeit einfach jegliche kommunikation des programms mit mir, bezüglich der akkorde. jeder schreibt die anders auf und ich würde gern a) meine eigenen akkorde aufschreiben können und b)in einer extra tabelle/liste (was auch immer) schnell nachschauen können wie ich den akkord eingebe, oder was primus so inpetto hat;-).
weiter fehlt mir auch die möglichkeit generell harmoniesymbole UNTER die noten schreiben zu können (ohne den umständlichen weg der verschiebung im nachhinein) und harmoniesymbole einfach so in leere takte (primus könnte hier doch selbstständig versteckte noten eintragen, damit es was zum transponieren hat, im fall der fälle). aber am meisten würde ich genau das brauchen.
akkorderkennung mit gleichzeitiger notenversteckung (also man spielt und primus schreibt nur die symbole), das wär natürlich ganz fein.