Guten Tag, miteinander! Ich singe im Chor als Bass. Es macht mir Spaß und dem Chor auch. Nur....ich habe wenig Talent und muss mir die Töne mühsam erarbeiten. Eine große Hilfe sind die Tondokumente, wie beispielsweise vom Helbling Verlag, sofern es sie gibt. Da hole ich mir den Bass dann raus und singe die Töne nach. So bekomme ich ein Gefühl für den Ton und das Tempo. Seit Corona macht es auch keinen Sinn bei der Probe die Bassgruppe via Handy aufzunehmen, da die Abstände riesig sind. Gibt es also keine Tondokumente, soll mir Capella Scan helfen. Hier fehlen mir aber die Grundlagen der Notation (in Kooperation mit dem Programm).
Nun wünsche ich mir eine*n Tutor*in zur Seite, um das Nötige beim Doing zu erlernen.
Wer hätte Zeit und Lust mich via Teamviewer für vielleicht vier Sitzungen an die Hand zu nehmen, um mich in die Praxis des Programms einzuführen?
Du willst also quasi Deine Noten einscannen und erkennen lassen, nachher die erkannten Noten vorspielen lassen und mitsingen?
Das klingt in der Theorie ganz nett, in der Praxis glaube ich nicht an den Erfolg. Die Erkennungsergebnisse eingescannter Noten sind auch bei guten Scans sehr intensiv nachzubearbeiten. Ich selbst schicke nur noch PDFs von direkten Ausdrucken durch Capella Scan, alles andere ist so aufwändig, dass ich persönlich mit reinem Abtippen nicht mehr langsamer bin.
Zudem brauchst Du auch eine Capella Lizenz, denn die Nachbearbeitung in Capella ist unumgänglich. Nur mit Capella Scan erzielst Du unbefriedigende Ergebnisse. Damit musst Du also 2 sehr komplexe Programme erlernen.
Von daher würde ich empfehlen, versuche stattdessen irgendwie an fertige Notensätze zu kommen, es gibt viele Seiten im Internet mit fertigen Noten, nicht nur für Capella, u.a. auch für Musescore und weitere Programme. Dann kannst Du diese Noten u.a. mit Capella Reader direkt abspielen, oder auch mit Musescore direkt, je nach Notensatz.
Die von Dir angedachte Lösung ist definitiv extrem aufwändig und Du musst auch zwei Lizenzen kaufen, um überhaupt arbeiten zu können. Es gibt zwar die Möglichkeit einer 14tägigen Testinstallation, aber danach hilft nur noch kaufen. Und richtig einarbeiten, das ist sehr anspruchsvoll.
Danke für deine Antwort, Nobbie. Du hast recht, es ist ein großer Aufwand. Ich checke jetzt mal die Möglichkeiten mit Musescore. Dennoch möchte ich mein Ziel noch nicht gleich zu den Akten legen. Kann es denn sein, dass Capella Scan 9 noch gar nicht korrekt läuft? Mir scheint, dass zwar die Noten ganz gut erkannt werden, aber Punktierung, Takte und Zeichen am Zeilenende gerne verschluckt werden. Beim Abspielen herrscht noch großes Durcheinander. (Ein perfekter Scan vom Original vorausgesetzt.)
Capella Scan 9 läuft so wie es soll. Aber was Du beschreibst ist genau das Problem, welches ich oben anspreche. Die Resultate eingescannter Noten sind ohne aufwändige Nachbearbeitung unbrauchbar. Und zwar Nachbearbeitung in Capella Scan, um erst einmal die wildesten Fehler auszubügeln und nachher noch in Capella, weil vieles in Capella Scan viel zu aufwändig wäre.
Dass Du einen eingescannten Notensatz mehr oder minder fehlerfrei vorgespielt bekommst in Capella Scan, einfach so, das wirst Du nicht erleben.
Es kann aber dennoch möglich sein, dass Du momentan noch nicht das Optimum erzielst, weil die falsche Einstellung gewählt wurde. Bei den Erkennungsoptionen muss mindestens "Erweitert..." aktiviert sein, ggf. auch "kombiniert".
Wenn es sich um pdf-Daten handelt welche mit einem Notensatzprogramm erstellt wurden, und wenig Kenntnis über Noten vorhanden ist, dann ist glaube ich PDFtoMusic https://www.myriad-online.com/en/products/pdftomusic.htm ein Alternative. Beste Grüße, Steffen
Danke Notenfischer! Habe ich natürlich gleich ausprobiert. Meine PDF-Noten werden aber angemeckert, da ich ja "Bilder" eingebettet habe und die PDFs ja nicht einem Notationsprogramm entspringen. Gibt es vielleicht einen Notenfont, von dem bei der PDF Erstellung (oder beim OCR-Prozess) die Notenbilder in lesbare Noten "umwandelt" werden? Ähnlich der Zeichenerkennung bei Schriftbildern.
@thocle: So wie ich es verstanden habe möchtest Du Deine Bassstimme üben. Dazu kann man ein Notenscannprogramm verwenden. Die Erkennungsrate ist abhängig von der Scanqualität und Nacharbeit ist fast immer vonnöten. Da nur die Bassstimme benötigt wird wäre zu überlegen, die eine Stimme mit einem Notensatzprogramm zu schreiben. Wenn 40 Takte reichen würde ich PriMus Free empfehlen.
Moin, thocle, ich vermute mal, bei Deinem Bassnotenumsatz dürfte es sich um eine überschaubare Anzahl Seiten pro Jahr handeln. Wenn alle Stricke reißen, schicke mir die pdf-Dateien zu; ich setze sie Dir dann in vom capella-Reader les- und abspielbare capx-Dateien um – gegen eine kleine Spende an die Johanniter-Unfallhilfe. Viele Grüße, asterdos
BS: Windows 11 Pro-64bit; GK: Intel(R) UHD Grafics 730 PC (2023-07-21): 12th Gen Intel(R) Core(TM) i5-12400 2,50 GHz; RAM 16,0 GB Programme: jeweils neueste Versionen von capella 10, capellaScan, capellaReader, sowie capriccio und tonica fugata 15; capella-Nutzer seit DOS-Zeiten, als das Programm noch "allegro" hieß Instrument: Bassposaune (hauptsächlich sinfonische Musik, sowie Blechquart-, quint- und sonstige -ette), Violine, Gitarre, Gesang
Also in unserem Chor wurde im Laufe eines Jahres durchaus auch richtig viel gesungen. Eine Passion zu Ostern und ein grosses Weihnachtskonzert mindestens. Das gibt man nicht mal eben so in Capella ein, selbst wenn es nur der Bass wäre. Aber aus eigener Erfahrung denke ich, ist auch gerade die Begleitung erwünscht, um eine Vorstellung insgesamt zu bekommen. Es ist sehr, sehr ehrgeizig und ich denke nicht, dass das mit vertretbarem Aufwand zu realisieren ist. Ich mache genau solche Dinge regelmässig, versuche aber erst, fertige Sätze zu finden, weil es ein sehr grosser Aufwand ist. Schon eine simple Motette über 10 Seiten braucht Tage, bis man einen wirklich brauchbaren Satz fertig hat und ich habe definitiv richtig Übung und beherrsche beide Programme (Capella Scan und Capella) aus dem eff eff. Für einen Neuling ist das ein gigantischer Aufwand, ich habe ja seit 22 Jahren Übung darin.