Capella (und wahrscheinlich alle anderen Notationsprogramme) spielen einen Akkord lauter als eine einfache Note. Das folgt sicher einem physikalischen Prinzip – aber - es hört sich meistens unausgewogen an, vor allem dann, wenn sich Akkord – einfache Note – Akkord – einfache Note ostinato abwechseln; Beispiel: DER ZWERG von Fr. Schubert, da geht das 50 Takte so. Das kann vom Komponisten so gewollt sein, meistens aber eben nicht. Erfahrene Künstler tragen die Töne so vor, dass Akkorde gleichlaut klingen wie Einzel-Noten. Wie kann ich Capella dazu bringen, das ebenso zu machen? Ich will ja nicht z.B. p-mf-p-mf-p-mf usw. (unsichtbar) über die Noten schreiben. Habt Ihr eine Idee?
Vielen Dank an CT1956, borgplasma und brunsbox - für Eure Hilfe. Der Lösungsansatz von CT1956 scheint mir der einfachste Weg zu sein. Alles andere wäre viel zu aufwendig. Ich habe mal über- schlagen: 800 p und 800 mf zwischen 1/16-Noten einzubauen: eine Sträflingsarbeit. Aber jetzt weiß ich einen Weg. Nochmals Danke !
Hallo Fritz, ich hab's so gemeint (und funktioniert auch so): erste Stimme eingeben, z.B. einstimmig, linke Hand Klavier, zweite Stimme darüber eingeben, rechte Hand Klavier. Hier und jetzt unterstellt, dass links nur Bass- oder Begleittöne gespielt werden und rechts Akkorde. Dann die obere Stimme z.B. auf p, die untere auf mf, Pausen unsichtbar machen, geht alles relativ schnell.
Umständlich wird es nur, wenn man ständig links und rechts Einzeltöne und Akkorde wechselt.
Nur was ist so schlimm daran, wenn es beim Korrekturhören verschieden laut ist?
Zitat von FritzErfahrene Künstler tragen die Töne so vor, dass Akkorde gleichlaut klingen wie Einzel-Noten. Wie kann ich Capella dazu bringen, das ebenso zu machen? Ich will ja nicht z.B. p-mf-p-mf-p-mf usw. (unsichtbar) über die Noten schreiben. Habt Ihr eine Idee?
pa: Hierzu ein Ausflug in die Midi-Theorie. Der entsprechende Parameter im Note-Event heißt "velocity". Bei den Midi-Sequenzern kann man das für jedes einzelne Event einstellen. Also nicht nur Akkord leiser als Einzelton, sondern auch jeden Ton im Akkord individuell. Manchmal möchte man ja auch bei einer Akkordfolge einen Leitton-Folge im Akkord betonen. Mit "Velocity" geht das.
Ich weiß, dass (und wie) PriMus das kann, ich habe aber keine Idee, wie man das für Capella umsetzen könnte. Dafür müssten ja dann die 'p' bzw 'mf' an die entsprechenden Noten-Köpfe gehängt werden.
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu22.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
hallo Christian, nachdem Weihnacht und Erkältung vorüber, melde ich wieder: Deine Empfehlung funktioniert! Dank für den Tipp ABER: es war doch eine mehrstündige Arbeit; es mussten ca. 2000 Noten geändert und 2000 1/16 - Pausen eingebaut werden! Und dann geschehen da natürlich Fehler, die gefunden und be- seitigt werden müssen...
Dein Hinweis bezüglich des Korrekturhörens stimmt natürlich, a b e r das meinte ich auch nicht. Das soll tatsächlich (wg. fehlendem KlavierspielerInn) eingesetzt werden. Natürlich ist das noch eine Haiden-Arbeit - aber finde mal eine KlavierspielerInn, die 2200 1/16-Noten an Stück herunterspielen kann, da fallem einem die Hände ab.. Deshalb dieses Experiment.. Der SCHUBERT hat noch mehr solche Stücke mit unisono 1/16 - Noten, komplett das ganze Stück. Angenehmen Abend wünsche ich... Fritz
Danke für Deinen Beitrag. Schön, dass es Programme (PriMus), die das sog. Velocity-Verfahren für jede einzelne Note anwenden können. Capella kann das sicher nicht, da muss ich mich mit wesentlich gröberen Verfahren benügen. Mich in ein neues Programm deswegen einzuarbeiten möchte ich nicht, ich will das ja nur privat anwenden. Ist ja schon die Methode von Christian zeitaufwendig... Nochmals Danke schön für Deinen Beitrag! Im übrigen: man weiß ja nie....
Zitat von borgplasma Die Lautstärkeeinstellung der Captune ist nur pro Notenzeile einstellbar, nicht pro Stimme.
Bei den Stimmen muss man (wie es Fritz eben nicht machen möchte) mit unsichtbaren lautstärkesymbolen (p, mf, ...) abeiten.
Da muss ich Borgplasma wiedersprechen.
Die Lautstärkeeinstellung kann im Mustersystem für jede Stimme einzeln bestimmt werden. Dasselbe gilt für Klang und Balance.
Programme Capella 10, Capella Scan 9, Capella Melody Trainer, Audio2Score pro Sounds CVO, Vienna Sound Library (zwischendurch immer wieder mal Musescore und Dorico 4)
Interessen Chorgesang, Gospel aller Art
http://wiki.sins942.ch - DAS CapellaWiki Skripthandbuch - Kurzanleitungen - Tricks und Tipps zu Programmen der Capella-Familie
@Peier: hah, jetzt wo du es sachst, hab ich es auch gesehen.
So ists, wenn man manche Funktionen so gut wie nie verwendet.
Zumindest ist bei der Lautstärken-Einstellung in der Transportleiste, wo man die Lautstärken einstellen kann und die Stimmen ein/ausschalten kann, nur auf der gesamten Notenzeile möglich. Das verwende ich fast ausschließlich (und hatte daher nie in der Musterpartitur dieses eingestellt...).
You will be assimilated! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Progs: Capella 10(Abo), Capscan 9, Finale Notepad, musescore 4.4.4, Dorico 5.1.70, Cubase 12, Wavelab 9.5 VSTs / Soundlibraries: Garritan Personal Orchestra 5, sforzando BS: Win 11 64 bit Interessen: Flötenorchester, Percussion Ensembles, Projektorchester (NRW), div. Blasorchester, Kammer- und Symphonieorchester