Ich hab mit Capella Scan Noten für Gitarre aus einem Stückchen für mehrere Instrumente und Gesang eingescannt, und da sind so merkwürdige Notenköpfe, schräg über mehrere Linien, wie in diesem Screenshot zu sehen: [attachment=0]Notenkoepfe-Gitarre.png[/attachment] In der unteren Zeile sieht die 2. Note sogar wie eine halbe Note aus (es gilt Vier-Viertel-Takt). Die 2. Note in der ersten Zeile ist auch sowas schräges, wurde von Capella Scan als zwei Noten interpretiert. Capella Scan bietet in seiner Galerie von Notenköpfen nichts wirklich passendes an. Was soll ich tun? In dem Stück sind aber nicht nur solche langen schrägen Köpfe, sondern auch normale, wo offenbar einzelne Töne hervorgebracht werden sollen. Gezupft, nicht geschlagen...
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diese "Slashes" meinen in der Tat, dass da "irgendwie" der darüber angegebene Akkord in dem notierten Rhythmus gespielt werden soll. Ob jetzt mit allen Saiten oder nur drei oder vier, liegt beim Interpreten.
Zu meiner aktiven capella-Zeit (bis 2000) habe ich mich damit beholfen, nur die Hälse zu notieren, also keine Notenköpfe. Wurde das in den letzten 13 Jahren nicht eingebaut
Verwunderte aber hilflose Grüße
Henning
Dr. T's Copyist (1991), capella (1992 bis 2000) Sibelius (aktuelle Version, seit 2000), MuseScore 4 (gelegentlich), Windows 10 (64 bit)
Zitat von HenningZu meiner aktiven capella-Zeit (bis 2000) habe ich mich damit beholfen, nur die Hälse zu notieren, also keine Notenköpfe. Wurde das in den letzten 13 Jahren nicht eingebaut
Danke für die Aufklärung! In Capella gibt es, wie in Capella Scan, Köpfe als schräge Striche, aber die sind im Umfang nicht wesentlich größe als normale Notenköpfe, gehen also nicht über mehrere Notenlinien, wie man es in meiner Vorlage sieht.
Aber zur Herstellung des Bildes ist mir die Anleitung aus der Capella-Hilfe eingefallen, wie man normale Notenköpfe nur z.B. Blümchen ersetzt. Das wäre hier natürlich auch möglich (wenn das denn selektiv für einzelne Noten geht, anstatt nur für alle).
Ich will die Noten aber auch zum Klingen bringen, und da stellt sich die nächste Frage, nämlich wie ich Capella Tune dazu bringe, hier ganze Gitarrenakkorde zu spielen.
Hm, war da nicht mal was von Gitarrentabulatur die Rede? Oder Komposition von Griffbildern?
Wie auch immer, es klingt nach wesentlich mehr Arbeit, als ich eigentlich haben wollte.
mein Kommentar als Gitarrist, aber nicht besonders guter capella-Kenner...
Ich nenne sowas "Schlagnoten", habe aber auch schon "ash" als Bezeichnung in Zusammenhang mit Sibelius gehört...
In PriMus kann man relativ einfach im Vor- oder auch Nachhinein den Kopf jeder Note einstellen bzw. austauschen.
So:
Oder auch so:
Allerdings werden die bislang auch nicht als Akkord abgespielt. Ich behelfe mir immer, indem ich ein zusätzliches Notensystem erstelle, dieses auf laut aber unsichtbar stelle und das andere System entsprechend auf stumm aber sichtbar... Ein bisschen Zusatzarbeit, aber man gewöhnt sich dran und es klingt komplizierter als es (zumindest in PriMus) ist. [wink]
Ich kenne mich mit capella leider nicht en detail aus, aber ich weiß, dass man dort auch Notenzeilen verstecken kann, das wäre also eine Möglichkeit für dich denk ich.
Grüße, Carsten -- PriMus Publisher 1.1 und Sibelius 7, unter Windows 8.1 x64. Klassische und E-Gitarre.
etwas OT, da es für die Notation / das Vorspiel in capella nicht hilft - aber eben in Primus: In Primus kannst Du direkt klingende Akkordnamen eingeben - Toolbox - Text - Akkorde
ja, danke, weiß ich. bezieht sich aber in PriMus abspieltechnisch derzeit nur auf die eine Note, an der der Akkord veranktert ist. Schlagnoten dagegen haben den Sinn, das rhythmische Schlagpattern für die Gitarre zu notieren, daher braucht man eben den Umweg, um dies auch hörbar zu machen...
Grüße, Carsten -- PriMus Publisher 1.1 und Sibelius 7, unter Windows 8.1 x64. Klassische und E-Gitarre.
ja das stimmt natürlich, da habe ich dann öfter das Pattern mit Pausen notiert um dann die Akkordsymbole nutzen zu können. Ist aber auch nocht immer schön, da z.T. dann die Oktave nocht so ist wie man es gern hätte usw....
Diagonale Balken als Notenköpfe hat Capella auch: [attachment=0]Notenkopf_Diagonale-Balken_Capella.png[/attachment] Bezüglich der Länge ist der von Primus ist auf halben Wege zwischen dem von Capella und dem in meiner Vorlage.
Der Strich von Capella wird auch nicht hohl, wenn eine halbe Note angezeigt werden soll (die zweite Note in dem obigen Screenshot). Die dritte Note soll eine Ganze sein.
Gast
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Wenn halbe und ganze Schlagnoten nicht gehen, dann würd ich das mal auf die Wunschliste bei Herrn Jungmann setzen lassen. Das sollte schon Voraussetzungen sein! In PriMus siehts so aus...
Naja, die Länge und Gestalt des Kopfes ist ja eher eine Sache des Notenfonts. Die Länge da selber einzustellen, ist meines Wissens nicht wirklich Vorgesehen in einem der vielen Programme da draußen. Schon mal mit nem anderen Font probiert (Jazz evt.)? Oder du modifizierst dir den capella Font mit nem dafür vorgesehenen Editor... Oder nach dem Sätzen als PDF in ein Vektorgrafikprogramm und dort manuell...
ist natürlich beides mit Aufwand verbunden, aber aktuell fällt mir nichts besseres ein...
Grüße, Carsten -- PriMus Publisher 1.1 und Sibelius 7, unter Windows 8.1 x64. Klassische und E-Gitarre.
Den besseren Behelf hatte ich schon in einem Beitrag weiter oben erwähnt, und zitiere hier zur Erläuterung die vollständige Anleitung:
In Capella
Zitat von Capella Hilfe können Sie auch beliebige Kopfformen gestalten. Im folgenden Lied wurden die Notenköpfe durch Marienkäfer ersetzt: {Grafik zeigt Notenzeile mit Marienkäfern als Notenkopf} Geben Sie hierzu den Notenköpfen das Attribut „kein Kopf“. Im Beispiel wurde der Käfer als Clipart in Word eingefügt, von dort in die Zwischenablage kopiert und in capella mit Zeichnen ? Aus Zwischenablage an die erste Note gehängt. Im Kontextdialog des Grafikobjekts wurde unter Lage festgelegt, dass sich die vertikale Lage auf die äußerste (hier einzige) Note bezieht. Nach dem Zurechtrücken des Käfers auf den Notenkopf kann man ihn nun in capella wieder in die Zwischenablage einfügen und bei allen anderen Noten einfügen. Dabei wird er automatisch in Köpfhöhe gesetzt und wandert nun sogar beim Transponieren mit.
Das könnte ich dann natürlich auch mit solchen Hockeyschläger-Notenköpfen machen.
Damit habe ich aber noch nicht den Klang für's Vorspiel...
Wir sind aber inzwischen weit weg vom Scannen und stattdessen beim Notensatz mit Capella angelangt
Zum AKKORD-VORSPIEL IN CAPELLA: Akkorde kann man sich natürlich über die VST-Schnittstelle vorspielen lassen. Man muß sich halt eine Samplebibliothek kaufen, die (Schlag)Akkorde beinhaltet, oder andere Software (Synthesizer), in der man sich Akkorde zusammenbastelt (und z.B. als Samples speichert, ...).
Direkt über die MIDI-Schnittstelle ginge das nur mit für jede Note konfigurierbaren arpeggios (was Capella derzeit nicht bietet; aber bei Capella sicher schon mal wer als Wunsch eingereicht hat), dann müsste man in einer unsichtbaren Stimme aber immer noch die Akkorde notieren.
Die modernsten Sample-Player wie Vienna Instruments PRO beinhalten einen für jede Artikulation konfigurierbaren kleinen Sequencer um z.B ganze Notenläufe mit einem einzigen Befehl zu triggern. Ein geschlagener Akkord ähnelt ja auch einem sehr schnellen arpeggio. So könnte man sich verschiedene Schlaggeschwindigkeiten und Auf- und Abschlag, Akkorde auf verschiedenen Bünden, etc. definieren. Ich weiß, ist viel Bastelarbeit (deswegen mache ich's auch nicht...).
IN DER CAPELLA-TUNE kann man sich entsprechende ARTIKULATIONEN DEFINIEREN, z.B. Eb6 oder G79. Unter Bereichsanfang kann man dann auch z.B. Eb7 etc. definieren (für das Bereichsende z.B. *, etc.). In der Konfigurationsdatei für die Samplebibliothek erstellt man dieselben Artikulationen, mit den erforderlichen controller/keyswitch/etc. Angaben, damit die richtigen Samples angesteuert werden. In einem Textfeld (das man unsichtbar schalten kann) in der entsprechenden Notenzeile Eb7 eingeben, und der Akkord sollte solange gespielt werden, bis das Bereichs-Ende-Zeichen kommt.
Die Sample-Bibliothek müsste natürlich (wie auf der Gitarre sehr oft üblich) am Ende abgedämpfte Akkorde bieten, damit das halbwegs komfortabel geht und gut klingt. Alternativ könnte man auch eine der eingebauten Artikulationen in der capella-tune missbrauchen (die man sonst nicht benötigt) und dort direkt die Notenverkürzung für jeden Schlag einstellen, damit das nicht so ineinander fließt.
An das ganze Thema VST und Capella-Tune trau' ich mich noch nicht ran... Lieber versuch' ich mich erstmal an der Skript-Programmierung in Python, ich bin ja ein alter Skriptler... ich hab mir schon vor drei Jahrzehnten Skripte geschrieben, um COBOL-Programme zu generieren, zumindest das fertige Grundgerüste für ein solches.
Aber schaun' mer mal ... erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Zitat von l.willms Damit habe ich aber noch nicht den Klang für's Vorspiel... Wir sind aber inzwischen weit weg vom Scannen und stattdessen beim Notensatz mit Capella angelangt
Inzwischen hab ich 'rausgefunden, daß es im Lieferumfang von Capella ein Skript "Akkordsymbole --> Akkorde" gibt, von dem die Beschreibung sagt: "Mit diesem Skript werden Akkordbezeichnungen in einer Partitur in eine eigene Akkordzeile expandiert". Und diese Akkorde könnte man dann ja im Vorspiel richtig hören.Dann gibt es noch ein Skript namens "Gitarrero", das Tablatur setzen soll. Davon versteh ich (noch) nichts...