habe gerade das Forum durchsucht, ob es irgendwo ein paar Tipps für die Erstellung der Druckvorlage eines kompletten Albums aus mehreren Stücken mit Capella gibt. Habe aber nichts gefunden.
Hat jemand vielleicht Erfahrung damit? Soweit ich es bis jetzt probiert habe, ist es recht umständlich, da Capella ja nicht unbedingt ein Textverarbeitungsprogramm ist. Diese Funktionen würde man dann aber brauchen, da das Layout für ein Druckwerk dann doch etwas umfangreicher ist. Man würde es wahrscheinlich auch mit C. alleine irgendwie hinkriegen, ist aber wohl eine ziemliche Bastelarbeit. Habe auch schon probiert, einzelne Stücke als PDF auszudrucken und dann in Word zu bearbeiten. Ist aber auch nicht so optimal.
Zitat von u_dHat jemand vielleicht Erfahrung damit? Soweit ich es bis jetzt probiert habe, ist es recht umständlich, da Capella ja nicht unbedingt ein Textverarbeitungsprogramm ist. Diese Funktionen würde man dann aber brauchen, da das Layout für ein Druckwerk dann doch etwas umfangreicher ist.
Ich habe schon massenhaft Sammlungen gedruckt. Für die reinen Notenseiten reicht Capella aus, für die Titelseite, Inhaltsverzeichnis und ggf. Einleitungstext nehme ich ein Office Produkt (OpenOffice o.ä.).
Anschließend wird das mit dem PDFCreator virtuell ausgedruckt und das gesamte Dokument in ein PDF geschrieben. Das Bedürfnis, Notenseiten mit Word zu überarbeiten, hatte ich noch nie.
Wenn man allerdings die Noten frei auf einer Seite plazieren möchte, und anderen Text darum herumfließen lassen möchte, dann ist MS Word untauglich; dazu braucht man ein richtiges "esktop Publishing" (DTP) Programm, das PDF importieren kann. Adobe's InDesign müßte das können.
Ansonsten wird Primus als ein Programm gerühmt, welches ausgezeichnete DTP-Fähgkeiten aufweise, und zudem noch Noten setzen kann.
Zitat von l.willmsAnsonsten wird Primus als ein Programm gerühmt, welches ausgezeichnete DTP-Fähgkeiten aufweise, und zudem noch Noten setzen kann.
Ja, in der Tat hat PriMus vor allem zwei Funktionalitäten, die es für diesen Zweck besonders geeignet machen: 1. die Möglichkeit, mehrere Musikstücke in einem Dokument zu haben (Lieder eines Liederbuchs, die Sätze eines mehrteiligen Werks, ...) 2. von den Noten unabhängigen Text, der z. B. als Textabsatz zwischen den Musikstücken steht und bei Bedarf "mitwandert", von der Formatierung der Musikstücke aber nicht beeinflusst wird.
Zitat von l.willmsWenn man allerdings die Noten frei auf einer Seite plazieren möchte, und anderen Text darum herumfließen lassen möchte, dann ist MS Word untauglich; dazu braucht man ein richtiges "esktop Publishing" (DTP) Programm, das PDF importieren kann. Adobe's InDesign müßte das können.
Ja und nein. Wer ausgefeilte Typografie braucht, kommt um ein ausgefeiltes DTP-Programm nicht herum. InDesign ist da geeignet. Aber auch mit "normalen" Textprogrammen kann man viel erreichen. Ideal ist, wenn die Noten als Grafikdateien vorliegen, entweder direkt aus dem Notensatzprogramm heraus erzeugt oder über einen virtuellen Druckertreiber (PDF-Creator kann nicht nur PDF, sondern 12 weitere Formate, darunter alle wichtigen Grafiken). Dies dann im Schreibprogramm zwischen Absätze gesetzt, umflossen etc. ergibt sehr brauchbare Dokumente. So habe ich vor PriMus jahrelang mit Notengrafiken und papyrus als Schreibprogramm gearbeitet.
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Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von acco-boyPDF-Creator kann nicht nur PDF, sondern 12 weitere Formate, darunter alle wichtigen Grafiken.
Genau das - habe ich auch einfach mal ausprobiert, in Verbindung mit LibreOffice Draw, habe die Noten mit 600dpi in TIFF Dateien (komprimiert im G4 Fax Encoding - ergibt genial kleine Dateien) via PDFCreator ausgedruckt und konnte die unproblematisch in Draw aufnehmen (ich weiß, dass Indesign oder auch Quark Xpress typografisch überlegen sind, aber die passen finanziell nicht in mein Zwiebellederportemonnaie :kratz und auch skaliert sah nachher der Ausdruck via Laserdrucker tiptop aus.
Ich muss aber wirklich noch einmal betonen, dass ich noch NIE(!) Notendokumente in DTP Programmen nachbearbeiten musste. Das ist vielleicht für Singbücher mit mehreren Strophen u.ä. notwendig, aber meine sämtlichen Klavierwerke und auch Auszüge für Chor funktionieren hervorragend nach dem o.g. Strickmuster. Das sieht wirklich gut aus und die Möglichkeit, ein einziges Dokument via PDFCreator zu erstellen, ist ebenso einfach wie genial. Das sollte Uwe einfach erst einmal ausprobieren (oder hier präziser spezifizieren, worum es genauer geht).
gehen wir einmal davon aus, dass nicht nur der reine Notensatz nachbearbeitet werden soll, sondern beim Ausgangspunkt der Frage nur die weitere Verarbeitung/Zusammenstellung zu einem Heft relevant war:
Ein auch für den (semi-)professionellen durchaus brauchbares DTP-Programm, das das Budget sicher nicht überschreitet, wäre Scribus. Es funktioniert ähnlich wie InDesign, und ist OpenSource – man ist also nicht auf das neue (nervige) Abo-Modell von Adobe festgelegt und bekommt kostenlos ein anständiges Programm. Man kann darin auch PDF-Dateien einbinden, ähnlich, wie man es vielleicht von InDesign gewöhnt ist. Natürlich ist der Funktionsumfang nicht bis in die letzte Verästelung so spezialisiert, aber für den "TP-Normalgebrauch" ist es mehr als ausreichend. Ich verwende InDesign u.a. - auch in Verbindung mit aus Capella heraus erstellten PDF-Notenseiten - seit vielen Jahren vor allem für Liederbücher etc. Das meiste könnte ich aber auch in Scribus gleichwertig erstellen.
Zum Traum aller schlaflosen Offsetdrucker wird man übrigens, wenn man in seinen PDF/X3:2002-Dateien entweder ebenso codierte Noten-PDFs eingebunden hat, oder aber Schwarz-Weiß-Tiffs mit 1200 dpi Auflösung, die in LZW-Komprimierung auch noch angenehm klein bleiben. Für den "klassischen" Laser- oder Tintendrucker tuts natürlich auch weniger Auflösung und die Druckerei um die Ecke macht es einem meistens auch aus einer irgendwie generierten PDF halbwegs anständig. Es kommt halt immer auf den Anspruch an.
Zitat von acco-boyPDF-Creator kann nicht nur PDF, sondern 12 weitere Formate, darunter alle wichtigen Grafiken.
Genau das - habe ich auch einfach mal ausprobiert, in Verbindung mit LibreOffice Draw, habe die Noten mit 600dpi in TIFF Dateien (komprimiert im G4 Fax Encoding - ergibt genial kleine Dateien) via PDFCreator ausgedruckt
Rastergrafiken kann Capella aber auch selbst. Dazu muß man kein externes Programm bemühen.
Menu >> Datei >> Exportieren >> Rastergrafik-Datei
Zitat von l.willmsRastergrafiken kann Capella aber auch selbst. Dazu muß man kein externes Programm bemühen.
Das habe ich auch nicht in Frage gestellt. Ich hatte geschrieben:
Zitat von acco-boyIdeal ist, wenn die Noten als Grafikdateien vorliegen, entweder direkt aus dem Notensatzprogramm heraus erzeugt oder über einen virtuellen Druckertreiber
Meines Wissens können heute alle modernen Notensatzprogramme Rastergrafiken erzeugen, idealerweise sogar nicht nur ganze Seiten, sondern auch Ausschnitte. Diese können dann in eine Textverarbeitung oder ein DTP-Programm eingebunden werden, wobei das erwähnte Scribus eine kostengünstige, aber sehr ernst zu nehmende Alternative darstellt.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.4.3|SPP 7.0 Betriebssysteme: WIN10 Pro|Linux Mint 21.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von faweEin auch für den (semi-)professionellen durchaus brauchbares DTP-Programm, das das Budget sicher nicht überschreitet, wäre Scribus.
Sehr schön - danke für wertvollen Hinweis, so profitieren auch wir davon. Ich kenne Scribus nämlich schon lange - aber nur unter Linux. Und ich habe zugegebenermaßen die Entwicklung lange nicht weiterverfolgt, aber durch Deinen Tipp weiß ich jetzt, dass es Scribus inzwischen auch für Windows gibt. Erleichtert hier auch die Verbindung zu Capella, weil das ja nur unter Windows läuft.
Wenn jetzt noch "Uwe" auch mal ein paar Takte schreiben würde, ob ihm mit diesen vielen guten Hinweisen auch geholfen ist, wäre es perfekt.